UKJ Foxes Girls sind WU14 Vizestaatsmeister!

2. Reihe vlnr: Coach Sandra Hölzl, Benita Seferovic, Christin Sobotka, Viktoria Trailovic, Sophie Neubauer, Franziska Matejka, Kvas Johanna 1. Reihe vlnr: Sophia Eisenbarth, Tanja Zipperer, Sophie Pirchner, Jasmin Karadag, Kvas Magdalena

Den Brucker Basketballerinnen gelingt beim Finalturnier der Österreichischen Meisterschaften in Steyr eine kleine Sensation. Mit einem unerwarteten Sieg gegen den Titelfavoriten DBK Steyr Young Witches zieht das Team ins Finale ein und sichert sich den Titel des Vizestaatsmeisters.

Samstag, 10.06.2017

Die Oberösterreicherinnen gehen mit einer weißen Weste, also ohne Saisonniederlage, in das Halbfinalspiel gegen Bruck. Beide Teams starten nervös, der Score bleibt bis Minute sechs niedrig, aber relativ ausgeglichen (8:5). Danach agieren die Hexen gewohnt stark und es gelingt ihnen durch geschicktes Zusammenspiel und vorausschauende Defense ein 10:0 Run. Auf unserer Seite hadern wir mit einer unzureichenden Freiwurfausbeute von 6:1.

Im zweiten Viertel drehen die Foxes den Spieß aber um. Eingeläutet wird die Trendwende mit einem 3-Punktwurf von Kapitän Pirchner. Ein Fastbreak und ein Abstauber von Seferovic geben dem Team den nötigen Schub. Die Verteidigung der Foxes wird nun aggressiver und kompakter. Die Hexen verunsichert die plötzlich heftige Gegenwehr und sie lassen sich zu Fehlern hinreißen. Auf Seite der Bruckerinnen arbeiten Trailovic und Pirchner vehement zum Korb und werden mit Treffern belohnt oder dürfen aufgrund Foulspiel an die Linie.

Beim Halbzeitstand von 24:20 wittert die Mannschaft um Coach Hölzl die Chance auf einen Sieg und lässt sich auch vom guten Start der Gegner nach der Pause nicht aus dem Takt bringen. Mit der eindeutig besten Defenseleistung in dieser Saison arbeiten sich die Mädchen kontinuierlich an DBK Steyr heran. In der 3. Minute des 3. Viertels gelingt schließlich der Ausgleich. Neubauer, Trailovic und Sobotka bauen den Vorsprung auf 41:49 aus. Zwei Minuten sind bis zum Matchende nun noch zu spielen – im Basketball eine kleine Ewigkeit. Die Oberösterreicherinnen besinnen sich auf eine ihrer Stärken und verteidigen nun über das ganze Feld. Die Foxes sind zwar in der Lage diese Situation spielerisch zu meistern, zeigen aber Nerven und unweigerlich passieren jene Fehler, die nicht passieren dürfen. Seferovic muss noch dazu mit fünf Fouls vom Feld. In den letzten Sekunden gibt es beim Stand von 48:49 zwei Freiwürfe für Steyr, die Gegnerin versenkt nur einen und so müssen wir in die Verlängerung. Die Stadthalle Steyr bebt – die Emotionen auf den Rängen gehen hoch, die Nerven der Spielerinnen flattern. Beide Teams kämpfen verbissen und stoppen sich gegenseitig mit Fouls. Bei den Hexen müssen zwei Spielerinnen foulbedingt auf die Bank, auch bei Bruck müssen wir aus demselben Grund auf Trailovic verzichten. Ein mutiger Weitwurf von Eisenbarth landet im Netz! Pirchner geht insgesamt acht Mal an die Linie und verwertet jetzt 5 von 8 Versuchen, während die Gegner nur 2 von 6 treffen. In den letzten Sekunden wird die Zeit souverän heruntergespielt und ein minimaler 1-Punkte-Vorsprung ins Ziel gerettet!

So groß die Enttäuschung auf Seite der Gastgeber, so groß ist die Freude bei den UKJ Girls. Wir waren mit der Erwartung eines schwierigen Kampfes um Bronze in dieses Turnier gegangen und werden nun aufgrund einer tollen mannschaftlichen Leistung mit dem Einzug ins Finale belohnt!

DBK Steyr Young Witches : UKJ FOXES Bruck   57:58   (18:5, 6:15, 12:11, 13:18, 8:9)

Pirchner 31, Trailovic 13, Sobotka 6, Neubauer 2, Seferovic 2, Eisenbarth, Karadag, Kvas J, Kvas M, Matejka, Zipperer

 

Sonntag, 11.6.2017

Am Sonntag gibt es für die Gastgeber aus Oberösterreich mit der Bronzemedaille ein versöhnliches Ende. DBK Steyr schlägt ATUS Gratkorn in einem lange spannenden Spiel und beendet die Saison mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Im Finale trifft Bruck auf die Basket Flames aus Wien. Die Wienerinnen können einige Vorteile in die Waagschale werfen: ein relativ lockeres Spiel am Vortag gegen ATUS Gratkorn, zwei sehr große Spielerinnen (1,85 m) und eine höhere Trainingsquantität. Trotzdem – in der laufenden Saison hatten wir uns knappe Spiele mit den Flames geliefert. Silber ist für uns schon ein großer Erfolg, jetzt wollen wir es genau wissen und uns strecken unsere Hände nach Gold aus J

Wieder zeigt die engagierte Defense Wirkung, die Flames werden immer wieder gezwungen Alternativen zu ihrem gewohnten Spiel zu suchen. Es entwickelt sich ein offener Schlagabtausch mit dem besseren Ende für die Mädchen aus der Bundeshauptstadt. Mit einem kleinen Rückstand von vier Punkten starten wir ins zweite Viertel. Im Angriff stockt das Spiel der Foxes, die Flames verstehen es geschickt, das Individualspiel unserer „Führungskräfte“ Pirchner und Trailovic zu verhindern. In dieser Phase verwerten Sobotka, Seferovic und Eisenbarth die entstehenden Chancen und halten den Rückstand in Grenzen.

Nach der Pause kommen die Flames besser ins Spiel und erhöhen auf 49:31. Bei Bruck macht sich das anstrengende Spiel des Vortages zunehmend bemerkbar. Die Mädchen kämpfen tapfer in der Defense weiter, aber es gelingt uns nicht, die Lufthoheit der Gegnerinnen zu durchbrechen. Obwohl Kapitän Vukicevic oft daneben wirft, schafft sie es aufgrund ihrer Größe den Ball beim dritten oder vierten Versuch einzunetzen. Auch die später zum MVP gewählte Aufbauspielerin der Flames trägt mit ihrem energischen Zug zum Korb und toller Treffsicherheit dazu bei, dass sich die Wienerinnen nun kontinuierlich absetzen.

Der Sieg geht letztendlich verdient an die Basket Flames.

Die Foxes werden von ihren Fans mit einem Ehrenspalier aus der Stadthalle geleitet und euphorisch gefeiert.

Basket Flames : UKJ FOXES Bruck   84:50   (22:18, 19:13, 27:11, 16:8)

Pirchner 21, Trailovic 13, Seferovic 6, Sobotka 4, Neubauer 2, Eisenbarth 2, Karadag, Kvas J., Kvas M., Matejka, Zipperer