MU14 ÖMS 2017/18 - BK Dukes sind Vizestaatsmeister

Nach dem recht knappen Halbfinalerfolg über die Basket Flames mussten sich die Dukies schlussendlich im Finale dem FCN Baskets Wels deutlich geschlagen geben

Halbfinale: Basket Dukes vs. Basket Flames 70:61 (36:36)

Der Halbfinalgegner war ein alter Bekannter – die Flames aus Wien Mariahilf. Bereits in der Regionalliga konnte man sich gegen die körperlich deutlich überlegene Mannschaft zweimal behaupten. Man hoffte daher nicht zu unrecht auf den dritten Streich.

Der Start fiel zunächst recht nervös aus. Gleich mehrere Male flutscht der Ball den Dukies buchstäblich aus der Hand. Ein Zeichen dafür, dass dies doch kein ganz gewöhnliches Spiel ist. Fortlaufend kommt man aber immer mehr ins Laufen und spielt geschickt seine Stärken im Umschaltspiel. Defensiv stehen die Dukes rund um Dani Rabl kompakt und erlauben den Flames wenig offene Würfe. Nach einem knappen Start (9:8) stürmen die Klosterneubuger auf +10 davon (24:14).

Ab dem zweiten Viertel gerät der Dukes-Motor aber deutlich ins Stottern. Offensiv verliert man nun komplett den Faden, auch weil die Flames vor allem die Zuspiele zu Topscorer Josh Schönbäck geschickt doppeln und dadurch das Ball Movement der Dukes empfindlich gehemmt wird. Defensiv lässt man sich zudem von der körperlichen Präsenz einiger Flames-Akteure zu sehr beeindrucken und lässt viel zu viele Punkte am Brett zu. Zur Halbzeit steht es 36:36 – anybobdy’s ball game!

Auch im dritten Viertel sind es die Wiener, welche das Spielgeschehen bestimmen. Die Klsoterneuburger wirken ein wenig ratlos, auch weil das Wurfglück am heutigen Tag nicht ganz auf Seiten der Dukes zu sein scheint. Die Flames beenden das Viertel mit einem 14:5 Run und gehen mit einer 3-Punkte Führung in das letzte Viertel (48:51). Lange hatte man auf den entscheidenden Wake-Up Call gewartet, endlich war er da. Die Dukies wirken nun präsenter, aktiver & williger. Vor allem in der Defense schafft man es endlich die zuvor recht einfachen Penetrations auf ein Minimum zu reduzieren. Neben Dani Rabl sind es vor allem Jakob Alafriz und U12 Jungspund Nico Zeleznik die hier entscheidende Akzente setzen können. Nico trifft zudem einen immens wichtigen Dreipunkter und verschafft den Dukes endlich wieder Oberwasser. Das Momentum scheint nun auf Klosterneuburger Seite zu liegen. Den Wienern gelingen oftmals nur mehr hastige Einzelaktionen, die fast gar nicht mehr ihr Ziel erreichen. Auf Seiten der Dukes schafft man durch einfache Cuts Richtung Korb die Flames-Defense auszuhebeln. Schlussendlich dürfen die Dukes ein umkämpftes, aber nicht unverdientes 70:61 bejubeln und schaffen es als jüngste Mannschaft im Final Four in das Finale.

Scorer: Rabl 22, Suljanovic  20 (5 Reb), Schönbäck 19 (22 Reb), Zeleznik 6, Camagni 2, Alafriz 1, Gutenthaler, Klik ,Lendl J., Lendl V., Prehsler, Terglav

Finale: FCN Basket Wels vs. Basket Dukes 93:60 (40:32)

Im Finale wartete nun der Gastgeber des  diesjährigen Final Fours – der FC aus Neustadt/Wels! Die Welser konnten bereits in der ÖMS-Zwischenrunde ihre Stärke eindrucksvoll unter Beweis stellen. Immerhin waren sie als Gruppenerster gegen Gegner wie die Flames und auch gegen die Wolves (ausgeschieden) ins Final Four gestürmt. Im Halbfinale wurde mit den Capricorns gleich die dritte Wiener Mannschaft mit deutlichem Vorsprung aus dem Weg geräumt.

Die Dukes waren also vorgewarnt. Das Spiel startet zunächst auf beiden Seiten etwas nervös, auch wenn man bereits früh erahnen kann, dass die Dukes nicht ihren besten Tag erwischen würden. Die Baskets hingegen stehen sehr kompakt/eng in der Defense und spielen offensiv ihren Stiefel runter, attackieren die Mitte der Zone und rackern am Brett. Die Dukes finden zwar immer wieder weit offene Würfe jenseits der Dreierlinie vor (gemäß Gameplan), doch so wirklich fallen wollen diese nicht. Zudem halten die Welser Josh Schönbäck geschickt von den Brettern fern, weshalb der Reboundgarant selten sein Potenzial ausschöpfen kann. Zwischenzeitlich beträgt der Rückstand in der ersten Halbzeit bis zu 16 Punkte (20:36 aus Sicht der Dukes). Schlussendlich geht man aber „nur“ mit -8 in die Pause (40:32). Wer auf eine Trotzreaktion in Halbzeit 2 gehofft hatte, wurde eines besseren belehrt. Die Welser zeigen sich unbeirrt von der vermeintlich aggressiveren Defense der Klosternburger und spielen sich in einen Rausch. Bei den Gastgebern klappt nun alles, bei den Dukes fast nichts mehr. Zu stark präsentieren sich die Heimischen. Nach einem deutlichen 30:17 Viertel für die Welser ist der Kuchen gegessen, auch wenn alle Dukes ihr letztes Hemd auf dem Platz lassen und fighten bis der letzte Sirenenton ertönt. Mit 93:60 gewinnen die Welser verdient und dürfen ihren ersten ÖMS-Titel feiern. Bei den Dukes bleibt ein lachendes und ein weinendes Auge. Spielerisch hat man sich zwar unter seinen Möglichkeiten verkauft, dennoch war vor Saisonbeginn nicht ansatzweise mit so einem Erfolg zu rechnen.

Scorer: Schönbäck 20 (14 Reb), Rabl 14, Meier & Zeleznik je 8, Suljanovic 5, Camagni 3, Lendl V. 2,  Alafriz, Gutenthaler, Lendl J., Prehsler, Terglav

Coach Matej Hopp:

„Zunächst einmal herzliche Gratulation an den FCN Basket Wels! Sie haben zum richtigen Zeitpunkt ihren spielerischen Zenit erreicht und sind ein absolut würdiger Titelgewinner. Ich kann es gar nicht in Worte fassen wie unfassbar stolz ich auf meine Mannschaft bin. Das wir bis ins Finale gekommen sind, ist ein toller Erfolg für unseren Nachwuchs. Leider konnten wir zwar in keinem der beiden Spiele unser spielerisches Leistungspotenzial ausschöpfen, aber die spielerische Entwicklung, welche die Burschen über die Saison hinweg gezeigt haben, ist dennoch meisterlich. Manchmal muss man hinfallen, um den nächsten Entwicklungsschritt zu setzen. Die gesammelten Eindrücke, gepaart mit der Enttäuschung/Motivation aus dem Finalspiel, sind wichtige Bausteine im Entwicklungsprozesses eines jeden Spielers. Ich blicke mit Freude in die Zukunft!“